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Zungenreinigung: Darum solltest Du Deine Zunge säubern

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Die Zungenreinigung ist ein oft vernachlässigter Bestandteil der Mundhygiene. Denn neben dem täglichen Zähneputzen und der Verwendung von Zahnseide denken nur wenige daran, ihre Zunge zu säubern. Doch auch hier lagern sich Bakterien ab, die für Mundgeruch (Halitosis) sorgen und Deine Mundgesundheit negativ beeinflussen können. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für Karies und Zahnfleischerkrankungen.

Im Ratgeber weiter unten liest Du, warum eine Zungenreinigung sinnvoll für Dich ist. Zudem erfährst Du, wie Du Deine Zunge richtig reinigen kannst und was Du dafür benötigst. Lerne die besten Tipps zur Zungenreinigung und passende Hilfsmittel kennen – von Zungenschaber und Gel bis zu praktischen Hausmitteln.

Das Wichtigste in Kürze 🤓

  1. Warum solltest Du Deine Zunge reinigen?

    Wenn Du Deine Zunge säuberst, reduzierst Du schlechten Atem und die Anzahl der Bakterien in Deinem Mundraum. Das kann die Gesundheit Deiner Zähne und Deines Zahnfleischs verbessern. Dadurch lässt sich das Risiko von Zahnerkrankungen senken. Lies hier mehr darüber, warum eine Zungenreinigung sinnvoll ist.

  2. Wie führt man eine Zungenreinigung durch?

    Es gibt verschiedene Hilfsmittel, um Deine Zunge zu säubern. Als besonders effizient haben sich Zungenschaber und Zungenbürsten erwiesen. Aber auch mit Zahnbürsten und einigen Hausmitteln kannst Du Zungenbelag reduzieren. Erfahre hier mehr darüber, welche Methoden es gibt und wie sie funktionieren.

  3. Wie entsteht Zungenbelag?

    Nahrungsmittel und Bakterien lagern sich in den Papillen auf Deiner Zunge ab. Dadurch entsteht ein weißer Belag, der häufig schlechten Atem mit sich bringt. Obwohl dieser Zungenbelag zumeist harmlos ist, gibt es Anzeichen, bei denen Du einen Arzt aufsuchen solltest. Erhalte weitere Informationen darüber, wie Beläge entstehen und welche Arten es gibt.

Warum ist eine Zungenreinigung sinnvoll?

Du putzt jeden Tag fleißig Deine Zähne und verwendest Zahnseide, manchmal sogar mehrmals täglich. Jedoch riecht Dein Atem nicht so frisch, wie Du es Dir wünschst. Du hast nichts gegessen, das stark riecht – wie ist das also möglich? Zahnärzten zufolge kannst Du trotz Zähneputzen und Zahnseide anfällig für Halitosis sein, wenn Du Deine Zunge nicht reinigst. Denn auch das gehört zu einer guten Mundhygiene dazu.

Durch eine Zungenschabung lässt sich die Zunge säubern.

In der östlichen Welt zählt die Zungenreinigung zum Ayurveda, einer traditionellen indischen Heilkunst. Menschen praktizieren sie dort schon seit Hunderten von Jahren. Moderne Studien deuten darauf hin, dass die tägliche Reinigung unerwünschte Mundbakterien reduzieren kann. Diese können zu schlechtem Atem führen, selbst wenn Du Deine Zähne sorgfältig mit Zahnpasta putzt und Zahnseide verwendest. Außerdem können sich Bakterien von der Zunge auf den Zähnen und dem Zahnfleisch ablagern, was das Risiko von Karies und Zahnfleischerkrankungen erhöht.

Vorteile einer Zungenreinigung

Studien belegen, dass eine tägliche Zungensäuberung verschiedene gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Wie effektiv sie ist, hängt davon ab, ob Du sie regelmäßig und sorgfältig durchführst. Zudem spielt Deine sonstige Mundhygiene für Zähne und Zahnfleisch eine große Rolle. Die folgenden positiven Effekte kann die Reinigung auf Deine Gesundheit haben:

Reduziert Bakterien auf der Zunge

Durch eine Zungenreinigung kannst Du die Bakterienherde auf der Zunge reduzieren. Dazu musst Du Deine Zunge regelmäßig säubern – eine einmalige Anwendung genügt nicht. Weniger Beläge bedeuten weniger Bakterien in der Mundhöhle. Dadurch sinkt das Risiko für eine Reihe von Erkrankungen.

Bekämpft schlechten Atem

Verschiedene Studien kommen zu dem Schluss, dass eine Zungensäuberung dazu beiträgt, Schwefelverbindungen zu reduzieren. Diese sind ein Nebenprodukt der Bakterien im Zungenbelag und verursachen unangenehmen Mundgeruch. Untersuchungen haben gezeigt, dass Zungenschaber diese Schwefelverbindungen am effektivsten beseitigen, gefolgt von dem Putzen mit einer Zahnbürste.

Verringert Plaque

Eine Zungenreinigung verringert Plaquebildung.

Regelmäßiges Reinigen der Zunge mit einem Schaber oder einer Zahnbürste trägt dazu bei, die Plaquebildung zu reduzieren. Dieser bildet sich aus Nahrungsresten und Speichel auf den Zähnen. Dort setzt sich der Belag fest und kann schon nach wenigen Tagen verhärten, wenn Du ihn nicht richtig entfernst. Da Deine Zunge häufig mit Deinen Zähnen in Kontakt kommt, sinkt das Risiko für Plaque, wenn sie gesäubert wurde.

Senkt das Risiko von Karies und Zahnfleischerkrankungen

Die Bakterien im Zahnbelag und in Essensresten können Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis verursachen, wenn sie nicht richtig entfernt werden. Sie greifen das Zahn- und Hautgewebe an, wodurch Erkrankungen im Mundraum entstehen. Wenn Du Deine Zunge sorgfältig reinigst, kommen weniger Bakterien mit Zahnfleisch und Zähnen in Kontakt.

Kann die Geschmackswahrnehmung verbessern

Die Zunge verfügt über Geschmackszonen, über die wir die verschiedenen Geschmacksrichtungen wahrnehmen. Hast Du viel Zungenbelag, kann er Deine Wahrnehmung von Geschmäckern beeinträchtigen. Daher solltest Du Deine Zunge putzen, wenn Du Dein Lieblingsgericht auch weiterhin gut schmecken möchtest.

Video: Zungenreinigung – wie und womit?

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Zunge richtig reinigen – so geht’s!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Deine Zunge zu putzen. Als effektivste Option gilt die Zungensäuberung mit Zungenschabern. Alternativ lässt sich eine Zahnbürste verwenden. Du kannst für die Zungenreinigung ein Gel oder eine Zungenreinigung-Paste benutzen. Auch eine Zungenreinigung beim Zahnarzt ist möglich. Zudem gibt es ein paar bewährte Hausmittel zur Zungenreinigung. Weiter unten erfährst Du mehr über die folgenden Reinigungsoptionen:

Zunge säubern mit Zungenschabern

Wenn Du Deine belegte Zunge reinigen möchtest, ist das Kaufen eines Zungenschabers sinnvoll. Diese gibt es in verschiedenen Materialien, z. B. Kupfer, Edelstahl und Kunststoff. Während laut Zungenreiniger-Test das Material zweitrangig ist, gibt es für eine Zungenreinigung nach Ayurveda bestimmte Empfehlungen. Je nach Dosha-Typ (= Naturprinzipien) werden Schaber aus Kupfer (Kapha), Silber (Pitta) oder Gold (Vata) empfohlen.

Die Anwendung des Schabers, etwa von RONAVO, ist einfach: Setze ihn hinten am Zungenrücken an und ziehe ihn nach vorne. Wiederhole den Vorgang ein paar Mal, bis kein Zungenbelag mehr haften bleibt.

Zungenschaber aus Metall

Um einen Würgereflex zu verhindern, sollte das Reinigungsutensil beim ersten Mal nur mittig aufgelegt werden.

👍 Tipp: Bei vielen Menschen kann der Einsatz einer Zahnbürste oder eines Zungenschabers in der Nähe des Zungenrückens einen Würgereflex auslösen. Für das Zunge-Reinigen ohne Würgereiz solltest Du das Utensil zunächst in der Mitte der Zunge platzieren. Hast Du Dich etwas daran gewöhnt, kannst Du das Reinigungsutensil die nächsten Male immer weiter hinten ansetzen, bis das Zunge-Reinigen ganz ohne Würgereiz funktioniert.

Zungenbürste benutzen

Während Schaber über kleine Kunststoff-Noppen verfügen, haben Zungenbürsten ein breites Borstenfeld. Die Borsten sind dabei etwas härter als bei einer normalen Zahnbürste. Auch hier ist die Anwendung sehr einfach: Strecke Deine Zunge weit heraus und reinige ihre Oberfläche mit Vor- und Zurück-Bewegungen der Zungenbürste. Anschließend spülst Du den Mundraum aus.

Zungenbürste mit Schabfunktion

Zunge mit Zahnbürste reinigen

Wenn Du Deine belegte Zunge reinigen möchtest, aber keine speziellen Hilfsmittel kaufen willst, kannst Du eine einfache Dentalbürste verwenden. Lege Dir am besten extra eine nur für die Reinigung Deiner Zunge zu. Entferne nun den Zungenbelag, indem Du mit den Borsten über die Zungenoberfläche schrubbst. Danach solltest Du den Mund ausspülen.

Manche elektrischen Zahnbürsten verfügen über eine spezielle Option zur Zungenreinigung, z. B. Oral-B. So zählt zu den sieben Putzprogrammen der Oral-B Series 9 eine Zungenreinigung, um Bakterien zu beseitigen.

Zahnbürste mit Zungenreinigung von Oral-B

👍 Tipp: Welches die besten elektrischen Zahnbürsten von Oral-B sind, erfährst Du im Testbericht der Oral-B Elektrozahnbürsten.

Zungenreinigung mit Gel oder Paste

Möchtest Du Deine Zunge noch effektiver säubern, kannst Du zur Zungenreinigung eine Paste oder ein Gel verwenden. Benutze z. B. ein Zink-Gel zur Zungenreinigung, dass Du vorher auf die Zungen- oder Zahnbürste gibst. Eine andere Möglichkeit ist, das Reinigungsutensil vorab in Mundspülung zu tunken.

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Hausmittel für die Zungenreinigung

Es gibt ein paar bewährte Hausmittel, um die Beläge zu entfernen. Diese reichen von natürlichen Mundspülungen bis zu alternativen Zungenschabern. Probiere die folgenden Hausmittel zum Zunge säubern einfach aus.

Kräutertinkturen: Thymian, Salbei und Myrrhe haben eine antibakterielle Wirkung. Gib ein bis zwei Tropfen des ätherischen Öls in ein Glas warmes Wasser und spüle damit Deinen Mund gründlich aus.

Ölziehen: Dieser Methode werden zahlreiche Vorteile für die Gesundheit nachgesagt. Sie soll bei der Zungenreinigung helfen und sogar den Blutdruck senken. Nimm einen Esslöffel Öl, z. B. Sesam-, Kokos- oder Sonnenblumenöl, bewege es ca. 15 Minuten im Mund und spucke es dann aus. Dadurch löst Du Ablagerungen von der Zunge, den Zähnen und aus den Zahnzwischenräumen.

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❗️ Hinweis: Die vorteilhafte Wirkung von Ölziehen auf Bluthochdruck ist nicht hinreichend belegt. Studien haben jedoch gezeigt, dass sich gesunde Zähne und Zahnfleisch positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken – vor allem das Herz-Kreislaufsystem. Daher kann eine richtige Zungenreinigung indirekt für Deinen Blutdruck gut sein.

Mundspülung mit Natron oder Salzwasser: Löse einen Teelöffel Natron oder Salz in einem Glas Wasser auf und spüle damit Deinen Mund gründlich aus. Beide Substanzen wirken neutralisierend und reinigend.

Löffel als Zungenschaber: Wenn Du keinen Schaber zuhause hast, kannst Du alternativ einen Löffel verwenden. Damit lassen sich Beläge entfernen. Er sollte keine scharfen Kanten haben, um Deine Zungenoberfläche nicht zu verletzen.

Professionelle Zungenreinigung beim Zahnarzt

Möchtest Du die häusliche Prophylaxe unterstützen, kannst Du eine Zungensäuberung in einer Praxis vornehmen lassen. Dabei bestreicht der Zahnarzt Deine Zunge mit einem Reinigungsgel. Anschließend entfernt er den Zungenbelag und die Keime mit einer rotierenden Bürste oder Ultraschall. Die Reinigung in der Praxis kann auch ein Bestandteil der professionellen Zahnreinigung sein.

Wie entsteht Zungenbelag?

Es gibt verschiedene Arten von Zungenbelag.

Deine Zunge ist mit winzigen Höckern, den so genannten Papillen, bedeckt. In diesen Höckern können sich Nahrungspartikel verfangen und Bakterien ablagern. Sie sammeln sich dort genauso leicht an wie auf den Zähnen und dem Zahnfleisch. Den Bakterienherd erkennst Du an einer meist weißen Verfärbung. Die Menge des Zungenbelags variiert. Wenn Du z. B. länger nichts isst oder nicht gründlich kaust, kann der Zungenbelag dicker ausfallen, da er sich beim Kauen automatisch etwas abreibt. Auch Kaffee, Milch, Tee oder Alkohol können für eine vermehrte Belagbildung sorgen.

Das ist nicht automatisch ein Problem: Dein Mund ist voll von Bakterien, die zu einer guten Mundhygiene beitragen. Sie halten fremde Organismen, z. B. Krankheitserreger, fern. Jedoch kann eine übermäßige Ansammlung das Risiko für Erkrankungen erhöhen, wie Karies, Gingivitis oder Parodontitis. Zudem sorgt Zahnbelag durch die Bildung von Schwefelverbindungen für schlechten Atem.

Arten von belegten Zungen

Eine gesunde Zungenoberfläche hat eine rosa Färbung und ist in der Regel mit einem weißen Belag bedeckt. Nimmt er eine andere Farbe an, kann dies auf bestimmte Krankheiten hindeuten – besonders, wenn die Symptome für mehr als ein oder zwei Tage bestehen. Ob Gelb, Rot, Lila oder Schwarz: In den folgenden Fällen solltest Du Deinen Zungenbelag nicht beim Zahnarzt, sondern beim Allgemeinmediziner untersuchen lassen.

  • Gelber Belag: Eine gelbliche Färbung entsteht häufig durch Rauchen und ist eine Vorstufe der schwarzen Haarzunge. Sie kann auch auf eine Erkrankung von Galle oder Leber hindeuten, wenn gleichzeitig die Augen gelb gefärbt sind.
  • Brauner Zungenbelag: Kann auf Störungen im Darmbereich hindeuten. Bei einer zusätzlichen Schwellung liegt manchmal eine Nierenschwäche zugrunde.
  • Grauer Belag: Tritt gelegentlich bei Eisenmangel oder Blutarmut auf. Auch ein Magengeschwür oder ein Mangel an Salzsäure im Magen können für die graue Färbung sorgen.
  • Schwarzer Belag: Bei einer sogenannten schwarzen Haarzunge ist die Zungenoberfläche im hinteren und mittleren Teil schwarz gefärbt. Die verlängerten Papillen können wie Haare aussehen. Die Veränderung ist meistens harmlos und tritt bei Männern sowie Rauchern häufiger auf. Auch manche Antibiotika und peroxidhaltige Mundspülungen können Ursachen sein.
  • Lila-blaue Färbung: Eine lila-blaue Zunge und Schleimhäute können durch Sauerstoffmangel verursacht werden, der in Folge einer schweren Herz- oder Lungenkrankheit auftritt.
  • Rote Färbung: Eine dauerhaft rot gefärbte Zungenoberfläche, bei der die Geschmacksknospen deutlich hervortreten, ist häufig ein Symptom einer Scharlach-Erkrankung.

👍 Tipp: Weißer Zungenbelag ist in der Regel harmlos. In Kombination mit weiteren Krankheitssymptomen kann er jedoch ein Anzeichen für eine Erkältung, Pilzinfektion oder Magen-Darm-Erkrankung sein. In diesem Fall solltest Du Kontakt zu Deinem Hausarzt aufnehmen und weitere Informationen einholen.

FAQ zum Thema: Zungenreinigung

Warum braucht man eine Zungenreinigung?

Die Behandlung gehört, wie die Reinigung der Zähne, zu einer guten Mundhygiene dazu. Auf der Zungenoberfläche lagern sich durch Essen und Trinken Bakterien ab, die Schwefelverbindungen produzieren. Dadurch entsteht schlechter Atem. Außerdem können die Bakterienherde durch Kontakt auf Zähne und Zahnfleisch übergehen, wo sie die Entstehung von Karies und Zahnfleischerkrankungen fördern. Wenn Du die Bakterienzahl in Deinem Mundraum insgesamt verringerst, förderst Du Deine orale Gesundheit.

Wie oft sollte man die Zunge reinigen?

Um sicherzustellen, dass Keime und Plaque fernbleiben, solltest Du Deine Zunge am besten zweimal täglich putzen. Am sinnvollsten ist es, sie so oft zu säubern, wie Du Deine Zähne putzt. Dann macht der Zungenbelag die Reinigung Deiner Zähne bei Kontakt nicht wieder zunichte. Die Zungensäuberung ist zur täglichen Anwendung gedacht. Einmal pro Woche oder pro Monat reicht für die Prophylaxe nicht aus, da sich neuer Zungenbelag sehr schnell bildet.

Wann sollte man eine Zungenreinigung durchführen?

Du wirst Dich wahrscheinlich fragen, ob das Zunge-Reinigen vor oder nach dem Zähneputzen besser ist. Zahnärzte empfehlen, die Zungenreinigung nach dem Zähneputzen durchzuführen. Der richtige Zeitpunkt ist morgens, direkt nach der Reinigung Deiner Zähne. Dabei entfernst Du Ablagerungen, die sich über Nacht gebildet haben. Außerdem sorgst Du zum Start in den Tag für ein frisches Mundgefühl. Zudem solltest Du Deine Zunge vor dem Schlafengehen reinigen. Dadurch reduzierst Du die Bakterienherde, die sich vergrößern können und morgens für schlechten Atem sorgen.

Wie geht eine Zungenreinigung?

Die Anwendung variiert je danach, welche Hilfsmittel Du benutzt. Verwendest Du einen Zungenschaber, setzt Du ihn am hinteren Zungenteil an und schabst den Belag nach vorne weg. Benutzt Du eine Zungen- oder Dentalbürste, schrubbst Du die Oberfläche von hinten nach vorne sauber. Du kannst dabei die Zungenreinigung durch Zink-Gel verstärken. Eine Alternative bzw. ergänzende Methode sind Mundspülungen – entweder als fertige oder selbst hergestellte Spülung mit ätherischen Ölen, Salz oder Natron. In jedem Fall solltest Du Deinen Mundraum nach der Anwendung gründlich ausspülen.

Was kostet eine Zungenreinigung?

Führst Du die Behandlung selbst durch, kannst Du schon für wenige Euro die passenden Utensilien kaufen. Willst Du stattdessen eine Zahnbürste verwenden, wirst Du diese ohnehin im Hause haben. Hast Du eine elektrische Zahnbürste, ist hier vielleicht bereits ein entsprechendes Putzprogramm integriert. So bietet die Oral-B IO Series 9 eine Zungensäuberung. Auch Hausmittel, wie ätherische Öle, Salz oder Natron, sind nicht teuer. Manchmal kannst Du eine professionelle Zungenreinigung beim Zahnarzt durchführen lassen. Kontaktiere Deine Praxis, um weitere Informationen einzuholen.

Quellen und weiterführende Links

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Zungenreinigung: Darum solltest Du Deine Zunge säubern
Loading... 6 Kommentare
  1. Andrej R. am 2. November 2022

    Kann ich auch nur mit Mundspülung meine Zunge säubern, also einfach nur normal gurgeln? Das ist doch auch antibakteriell. Oder muss ich die Zungenbeläge echt abschaben?

    Antworten
    • zahnpflegetipps.org am 3. November 2022

      Lieber Andrej,

      Mundspülungen eignen sich gut, um die Bakterienzahl in Deiner Mundhöhle zu reduzieren. Das reicht jedoch nicht aus, um den Bakterienherd auf Deinem Zungenbelag einzudämmen. Dieser setzt sich dort fest und lässt sich nur durchs Abschaben oder Bürsten entfernen.

      Liebe Grüße 😊

      Antworten
  2. Erika P. am 12. November 2022

    Danke für die Tipps! Ich hatte vorher immer nur kurz mit meiner Zanhbürste geschrubbt, hatte aber nicht das Gefühl dass es wirklich was bringt. Habe mir jetzt extra ein Zungenbürstchen und Gel gekauft. Das bringt eindeutig mehr!

    Antworten
    • zahnpflegetipps.org am 13. November 2022

      Liebe Erika,

      schön, dass Dir unsere Tipps geholfen haben!

      Liebe Grüße 😊

      Antworten
  3. Mel am 1. Dezember 2022

    Hi, ich hab ne Frage: Kann man die Zungensäuberung auch für Kinder machen? Meine Kinder sind 3 und 6 Jahre alt. Danke schon mal.

    Antworten
    • zahnpflegetipps.org am 2. Dezember 2022

      Liebe Mel,

      eine Reinigung lässt sich bei Kindern als Prophylaxe durchführen. Dafür gibt es spezielle Produkte für Kinder mit weicheren Borsten. Ein Kind unter sechs Jahren sollte die Zungensäuberung jedoch nicht allein durchführen, sondern von den Eltern unterstützt und angeleitet werden.

      Liebe Grüße 😊

      Antworten
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